Die Gastronomie steht vor einem tiefgreifenden Wandel, getrieben durch die Digitalisierung. Besonders in Städten wie Wien oder München hat sich in den letzten Jahren ein dynamischer Markt für digitale Bestell- und Lieferdienste entwickelt. Während traditionelle Restaurants noch immer eine zentrale Rolle spielen, wird der Konsum von Speisen zunehmend über Apps und Online-Plattformen abgewickelt. Studien zeigen, dass bereits heute rund 40 Prozent der Wiener:innen regelmäßig über Lieferdienste wie Lieferando oder Wolt bestellen – ein Trend, der sich in den nächsten Jahren weiter beschleunigen wird. Die Pandemie hat diesen Prozess beschleunigt, doch die Nachfrage bleibt auch nach der Rückkehr ins Normalbetrieb stark. Für Gastronomen bedeutet dies: Wer sich nicht anpasst, riskiert den Anschluss an den digitalen Wettbewerb.
Ein zentraler Hebel für die Zukunft der E-Gastronomie ist die Integration von KI-gestützten Bestellsystemen. Plattformen wie seite öffnen ermöglichen es Restaurants, individuelle Angebote basierend auf Kundenverhalten anzubieten – etwa personalisierte Menüs oder exklusive Rabatte. Besonders im Bereich der Fast Food und Snacks wird diese Technologie bereits erfolgreich eingesetzt. Laut einer aktuellen Umfrage des Österreichischen Gastronomenvereins nutzen 65 Prozent der Gastronomen bereits KI-Tools zur Optimierung ihrer Bestellprozesse. Doch nicht nur die Bestellung selbst wird digitalisiert: Auch die Zahlungsabwicklung wird immer häufiger über mobile Apps abgewickelt, was den Kundenkomfort erhöht und gleichzeitig die Betrugsrisiken für Gastronomen reduziert.
Doch die Digitalisierung bringt auch Herausforderungen mit sich. Besonders im Mittelstand der Gastronomie gibt es oft noch Bedenken gegenüber neuen Technologien. Viele Betreiber:innen fürchten, dass sie durch die Einführung von Lieferdiensten ihre Profitabilität verlieren könnten. Studien zeigen jedoch, dass gut umgesetzte digitale Strategien sogar die Umsätze steigern können – etwa durch höhere Margen durch effizientere Bestellabwicklung oder durch neue Einnahmequellen wie Werbung in Apps. Ein Beispiel ist das Wiener Restaurant “Zur Alten Post”, das mit einer eigenen App nicht nur Lieferungen, sondern auch virtuelle Tische für Online-Besuche anbietet. Seit der Einführung der App stieg der Umsatz um 30 Prozent, während die Auslastung der lokalen Tische deutlich stabiler blieb.
Ein weiterer Trend ist die Kooperation zwischen Gastronomen und Tech-Unternehmen. Immer mehr Restaurants schließen Partnerschaften mit Plattformen wie Lieferando oder Uber Eats ab, um ihre Reichweite zu erhöhen. Doch es geht auch in andere Richtungen: Einige Gastronomen investieren in eigene digitale Plattformen, um die Kontrolle über ihre Daten zu behalten. Ein Beispiel ist das Wiener Café “Kaffeehaus am Rathaus”, das mit einer eigenen App nicht nur Bestellungen, sondern auch ein digitales Stammgastprogramm anbietet. Besonders im Bereich der lokalen Gastronomie wird so eine stärkere Bindung zu den Kunden geschaffen, was langfristig zu loyaleren Kund:innen führt.
Die Zukunft der E-Gastronomie wird zudem durch neue Technologien wie Blockchain und IoT geprägt. Blockchain kann etwa für transparente Lieferketten und faire Preise sorgen, während IoT-Geräte in Restaurants wie automatisierte Bestellsysteme oder intelligente Lagerung ermöglichen. Besonders im Bereich der Nachhaltigkeit wird die Digitalisierung immer wichtiger: Durch digitale Bestellungen können Restaurants ihre Abfallmengen reduzieren und gleichzeitig die Lieferwege optimieren. Ein Beispiel ist das Restaurant “Veggie Wien”, das mit einer App nicht nur vegetarische Gerichte anbietet, sondern auch die CO₂-Bilanz der Lieferungen transparent macht. Dies zieht nicht nur umweltbewusste Kund:innen an, sondern stärkt auch das Image des Restaurants als moderner und verantwortungsbewusster Betrieb.
Für Gastronomen bedeutet der digitale Wandel nicht nur Chancen, sondern auch die Notwendigkeit, sich kontinuierlich weiterzuentwickeln. Wer sich nicht an die neuen Anforderungen hält, wird schnell hinterherhinken. Die Digitalisierung ist kein Trend, sondern eine Notwendigkeit – und wer sie heute noch ablehnt, riskiert, dass sie ihn überholt. Die Gastronomie der Zukunft wird nicht nur von Lieferdiensten, sondern auch von KI, Blockchain und nachhaltigen Technologien geprägt sein. Wer diese Entwicklungen frühzeitig mitgestaltet, hat nicht nur Chancen, sondern auch die Möglichkeit, die Branche nachhaltig zu verändern.
- Rund 40 Prozent der Wiener:innen bestellen regelmäßig über Lieferdienste.
- 65 Prozent der Gastronomen nutzen bereits KI-Tools zur Optimierung ihrer Bestellprozesse.
- Durch digitale Strategien stieg der Umsatz des Cafés “Kaffeehaus am Rathaus” um 30 Prozent.
- IoT-Geräte ermöglichen automatisierte Bestellsysteme und intelligente Lagerung.
- Blockchain-Technologie kann für transparente Lieferketten und faire Preise sorgen.
